9. Februar 2012

23 Menschen sterben bei Brand in einem adventistischen Altenheim

[Nigel,Gauteng/südarfika] “Der Herr gibt, und der Herr nimmt. In dieser Woche nahm er.“ Mit diesen Worten versuchte Lentheng Helen Ntombi Mekgwe, Bürgermeisterin der südafrikanischen Ekurhuleni Metropolregion die 200 Trauergäste zu trösten, die sich im Rathaus von Nigel zu einem Gedenkgottesdienst für die Brandopfer des Pieter-Wessels-Altenheims eingefunden hatten.

Bei einem verheerenden Feuer waren am vergangenen Wochenende 23 Bewohner der Pieter-Wessels-Einrichtung ums Leben gekommen. Angestellte und Rettungskräfte konnten 84 weitere Heimbewohner in Sicherheit bringen. Sie wurden vorübergehend bei freiwilligen Helfern und in Kirchen untergebracht.

Das Pieter-Wessels-Heim ist eine Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten in Südafrika. Es beherbergt überwiegend ältere Menschen mit geringem Einkommen, viele von ihnen sind über neunzig Jahre alt.

Durch das Feuer haben die Bewohner ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Auch alle Medikamente, persönliche Dokumente und die ärztlichen Protokolle wurden vernichtet. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Transvaal Vereinigung wurde durch dieses tragische Ereignis tief getroffen. Sie hat damit begonnen, Pläne für die Unterbringung der Heimbewohner zu entwickeln und alternative Beschäftigungsmöglichkeiten für das Personal zu prüfen. Viele der über 80 Angestellten waren nach dem Unglück traumatisiert.

„Nach dieser Katastrophe werden Ekurhuleni und unser Land nie wieder wie früher sein, aber wir sind uns und Gott näher gekommen“, so Bürgermeisterin Mekgwe zu den Angehörigen und Angestellten des Altenheims, die dem Trauergottesdienst von Pastor Gideon Reyneke unter Tränen beiwohnten. (mh)