[Berlin] Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat Eltern dazu aufgerufen, Glauben und Beten in der Erziehung nicht zu vernachlässigen. „So selbstverständlich, wie wir den Kindern die Muttersprache mitgeben, müssen wir ihnen Religion mitgeben”, forderte die Politikerin in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Die siebenfacher Mutter sprach sich dafür aus, dass Eltern mit ihren Kindern beten. Solche Rituale seien im Alltag hilfreich, festigten aber auch die eigene Identität.
“In einer Welt, die unsicherer und unbeherrschbarer wird, werden zwei Dinge wichtiger, die man persönlich beeinflussen kann: die Familie und die Religion”, sagte von der Leyen der Zeitung. Für die Geburtenrate sei nicht die Religion zu allererst entscheidend, sondern die Einstellung der Gesellschaft zu Kindern. “Religion und Religiosität helfen aber, Vertrauen in die Zukunft zu haben”, so die Politikerin.
Der Bildzeitung bekannte sie: „Gott gibt mir in den Momenten, in denen ich mich schwach und verletzlich fühle, sehr viel Halt.“ Im vergangenen Jahr erlebte sie nach politischen Äußerungen oder Entscheidungen öffentliches Aufsehen. Die Ministerin: „Es gab Augenblicke im Leben, da dachte ich, die Arbeit und der Druck wachsen mir über den Kopf, ich schaffe das alles nicht mehr. Dann hilft mir die Gewissheit, dass es etwas Höheres gibt als die tägliche Mühe, nicht aufzugeben – gerade, wenn der Gegenwind heftig ist.“
Angesichts der Fälle von Kindesmisshandlungen und -tötungen, die in den letzten Monaten bekannt wurden, sagte von der Leyen: „Ich hadere nicht mit Gott, sondern mit uns Menschen. Jeder von uns muss sich dafür verantworten, was er getan hat, aber auch dafür, was er unterlassen hat. Bei mir haben die Bilder der verwahrlosten und getöteten Kinder ein Gefühl tiefer Ohnmacht ausgelöst.“
Quelle: glaube24.de












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