[Hannover] Vom 23. Juni bis 3. Juli fand in Atlanta, im US-Bundesstaat Georgia die 59. Weltsynode der Siebenten-Tags-Adventisten statt. Aus der in 203 Ländern vertretenen evangelischen Freikirche nahmen 2222 Delegierte an den zehntätigen Beratungen teil und wählten verfassungsgemäß eine neue weltweite Kirchenleitung für die Zeit bis 2015.
Die Internationalität und die Vielfalt der Kulturen führen naturgemäß zu unterschiedlichen Bewertungen der getroffenen Entscheidungen. Mit dem Norweger Dr. Jan Paulsen stand in den vergangenen elf Jahren ein europäisch geprägter Theologe der Weltkirchenleitung vor, den ein leiser und wohl überlegter Führungsstil auszeichnete. Den jetzt in Atlanta als Nachfolger von Paulsen gewählten Nordamerikaner Dr. Ted N. C. Wilson schätzt der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Norddeutschland, Pastor Klaus van Treeck als „sendungsbewussten Weltkirchenpräsidenten“, „theologisch und organisatorisch klar positioniert“ ein. Eine Charakterisierung, die sich von der programmatisch ausgerichteten Predigt ableiten lässt, mit der sich Wilson am 3. Juli unter dem Titel „Geht voran!“ an die über 60000 Besucher im Georgia Dome wandte.
In Deutschland gibt es etwa 36000 Siebenten-Tags-Adventisten, das sind 0,225 Prozent der 16 Millionen Mitglieder zählenden Freikirche weltweit. Van Treeck sinniert in seinem Kommentar „Adventistische Weltkirchenkonferenz in Atlanta – Was nun?“ auf adventisten.de über die Frage, in welcher Form sich die deutschen Gläubigen in das „Konzert der Kirche“ einbringen können. Die Antwort sieht er im reformatorischen Erbe der Adventisten: „Die Gerechtigkeit ist ein Geschenk, dass Gott den Menschen durch den Glauben zukommen lässt: reine Gnade. Das Gewissen des Menschen darf nicht eingeengt werden. Der einzige Druck, der auf einen Menschen ausgeübt werden darf kommt von Christus. Diese Position teilen Luther und unsere Glaubensväter und Mütter miteinander.“ (mh)









