9. Februar 2012

Ehrenamt mit Humanitas-Preis gewürdigt

[Voitsberg/Österreich] Aufgrund ihrer sozialen Tätigkeit hat die ADRA-Mitarbeiterin, Gerda Egger aus Voitsberg/Steiermark, den Humanitas-Preis erhalten, der durch Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic übergeben wurde. Aus über 470 vorgeschlagenen Kandidaten wurde für jeden Bezirk in der Steiermark jeweils ein Kandidat durch ein Gremium gewählt.

Im Bezirk Voitsberg fiel die Wahl auf die langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin der Hilfsorganisation ADRA der Siebenten-Tags-Adventisten, Gerda Egger. Sie und ihr Team haben in den letzten Jahre entscheidend zum Aufbau des Gesundheits- und Sozialprojekts in Kjustendil/Bulgarien beigetragen. Neben den übergebenen Wohneinheiten und einem medizinischen Zentrum wurden über 15 LKW-Züge mit Sachspenden verteilt. Durch Flohmarktaktivitäten konnten finanzielle Mittel für Schulbücher, Lernmaterial und Heizungen bereit gestellt werden.

“So lang ich so viel Unterstützung von Bewohnern des Bezirkes bekomme, mache ich weiter”, erklärt die Voitsbergerin Gerda Egger. Sie hat erneut genügend Geld und Sachspenden gesammelt, um wieder mit einem Hilfstransport in das bulgarische Kjustendil zu fahren, wo 10.000 Roma in einer Art Ghetto leben.

“Der Sattelschlepper ist bereits beladen und bis obenhin mit Matratzen, Bettwäsche, Bekleidung und Schuhen voll”, so Egger. Zirka 20 Tonnen wiegen diese Spenden. “Die Transportkosten in der Höhe von rund 2500 Euro übernimmt eine Voitsberger Familie”, wundert sich die ADRA-Mitarbeiterin über die Großzügigkeit, “die erfreulicherweise kein Ende zu nehmen scheint”.

Außerdem befindet sich auf dem Laster, der voraussichtlich am 8. Januar abfährt, auch noch eine verspätete Weihnachtsüberraschung für die Roma-Kinder: 1500 Kartons, in denen Handschuhe, Schals und Socken sowie Spielzeug und Buntstifte sind. Im Vorjahr waren es 700 Pakete.

“Ich bin überzeugt, die Kleinen werden sich nach Weihnachten noch genauso über die Geschenke freuen”, so Egger. Vor dem Fest nach Kjustendil zu reisen und die Präsente zu übergeben, sei nämlich aus terminlichen Gründen nicht möglich gewesen.

Die Voitsbergerin wird aber auch vor Ort noch verschiedene Waren erwerben: “Wir wollen den Roma wieder Öfchen für ihre kargen Behausungen sowie Grundnahrungsmittel zur Verfügung stellen. Das alles soll direkt in Kjustendil gekauft werden.”

Das Geld für den Einkauf stammt zu einem Großteil ebenfalls aus Spenden. Außerdem hat Egger beim Voitsberger Adventmarkt Altwaren angeboten und auch dabei Geld zusammengebracht.