9. Februar 2012

Emus und Schuhe aus Whenzhou

Zweiter Bericht von “Chopstick” zur geplanten staonline nachrichten-Leserreise im März 2008.
Whenzhou Von den etwa 360.000 Adventisten in China leben rund 40.000 in Whenzhou, einer Stadt südlich von Shanghai. Die sieben Millionen Einwohner zählende Stadt ist bekannt für ihre Schuhindustrie, hier gibt es um die 5.000 Schuhfabriken. Durch die Innenstadt führt eine kleine Fußgängerpassage. Die Randlagen haben einen dörflichen Charakter, dort auf dem Land entdeckte ich eine Art Hühnerstall. Allerdings überragten mich die gefiederten Bewohner deutlich in ihrer Größe. Der Besitzer erklärte mir, das er Emus züchte, eine Laufvogelart, die über eine längere Strecke bis zu 50 Kilometer pro Stunde einhalten kann.

Wir fahren mit dem Überlandbus fünf Stunden weiter Richtung Norden und erreichen Hangzhou. Ein bisschen erinnert die Stadt an Hamburg, wenn man im Zentrum den riesigen See entdeckt. Die Außenalster ist natürlich kein See, sonder ein Flussabschnitt und auch der See in Hangzhou ist eigentlich ein riesig verbreiterter Bach. Umrahmt von Hügeln und einer wunderschönen parkähnlich angelegten Promenade mit vielen Restaurants, Cafes, Souvernierlädchen, Boutiquen von Armani, Zegna, Alviero Martini , Dolce & Gabbana, dem Hyatt und anderen Luxushotels. Die Wasserspiele sind besonders am Abend sehens- und hörenswert. Eine Parallelstrasse weiter kann man in den “Shopping Centern” beim Einkauf feilschen, was das “Feilschtalent” hergibt. Das unterste Preisniveau ist erreicht, wenn der Verkäufer beim Bezahlen nicht mehr lächelt, dann geht es wirklich nicht mehr billiger. Wenn er jedoch noch lächelt, ist er hochzufrieden und Kunde und Verkäufer sind gleichermaßen glücklich. Dass hier jemand Englisch spricht, ist so wahrscheinlich wie “weiße Weihnacht” in Tunesien. Aber mit Händen und Füssen geht es auch wunderbar. Allerdings kann man auf der Seepromenade schon mal auf Deutsch angesprochen werden. Studenten die u. a. Deutsch lernen, packen die Gelegenheit beim Schopfe, das Gelernte praktisch zu vertiefen.

Im nächsten Bericht schreibe ich über den Transrapid in Shanghai. Bis dahin
Zai Jian