9. Februar 2012

Erster Spatenstich für das Hospiz in Lauchhammer

[Lauchhammer]  Am 27. August erfolgte unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit der Erste Spatenstich für ein Stationäres Hospiz in Lauchhammer. Damit wurde der ersehnte Startschuss zum Bau dieses Hauses gegeben. Seit Jahren gab es von verschiedener Seite intensive Bemühungen, im südlichen Land Brandenburg eine Herberge für schwerstkranke und sterbende Menschen zu bauen. Bauherr und Träger dieser Einrichtung ist der neu gegründete Verein „Hospiz-Senftenberg AWW.e.V“. Er besiegelt eine Partnerschaft zwischen dem ambulanten „Hospizdienst Oberspreewald-Lausitz e.V.“ und dem „Advent-Wohlfahrtswerk im Land Brandenburg e.V.“, dem Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Land Brandenburg.

Im März 2007 erteilten schließlich die Kranken- und Pflegekassen im Land  Brandenburg dem Hospiz-Senftenberg AWW e.V. die Option auf einen Versorgungsvertrag für ein stationäres Hospiz in Lauchhammer. Die etwa 19.000 Einwohner zählende Stadt liegt im Schnittpunkt dreier Landkreise, dem Versorgungsbereich des geplanten Hospizes. Das eingeschossige Haus in ruhiger und idyllischer Wohnlage wird 10 Betten in Einzelzimmern für die Gäste haben, zwei Angehörigenzimmer, einen Abschiedsraum, einen Raum der Stille und die erforderlichen Funktionsräume. Die Versorgung, Pflege und Begleitung der Gäste im Hospiz wird durch fest angestelltes Fachpersonal geleistet, unterstützt von Mitarbeiterinnen des ambulanten Hospizdienstes, sowie einem Netzwerk medizinischer und sonstiger Leistungsanbieter.

Die insgesamt 1,4 Mio EUR Investitionskosten mussten vom Träger selbst aufgebracht werden durch Stiftungsgelder, Bankkredite und Spenden. Fördermittel stehen nicht zur Verfügung. Die erforderlichen 10 Prozent Eigenmittel, wurden überwiegend vom Advent-Wohlfahrtswerk, der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und einzelnen  Adventgemeinden, von vielen Privatpersonen und Firmen aus der Region, sowie durch Benefiz-Veranstaltungen des ambulanten Hospizdienstes aufgebracht.Der Betrieb des Hospizes wird nach Fertigstellung zu 90 Prozent durch feste Zuschüsse der Kranken- und Pflegekassen, sowie 10 Prozent Eigenmittel des Trägers finanziert. Die Fertigstellung des Hospizes in Lauchhammer ist für Ostern 2009 geplant.