9. Februar 2012

Gebetswoche weltweit – Meinungsumfrage in Berlin-Mitteldeutschland

[Berlin] Die Leitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Berlin-Mitteldeutsche Vereinigung, hatte in ihren Gemeinden nach Meinungen zum Lesungsheft 2009 gefragt. Das Lesungsheft wird jährlich von der Weltkirchenleitung herausgegeben.

40 Personen haben auf die Umfrage geantwortet. Dabei vertraten sie ihre persönliche Meinung, äußerten sich aus ihrer Leitungsverantwortung heraus oder hatten konkret die Meinung ihrer Gemeinde erfragt.

Die zustimmenden Antworten (19) und die kritischen Meinungsäußerungen (17) halten sich in etwa die Waage. Dazu kommen 10 Stimmen, die eine neutrale Wertung erkennen lassen. Die weit auseinander liegenden Einschätzungen des Lesungsheftes weist auf eine grundsätzliche Gegebenheit hin, die viele Gemeindeglieder durchaus auch als eine Not empfinden.

Während einer die Lesung als „aufbauend und anregend” beurteilt, hat jemand anderes „nach den ersten Seiten … das Heft zur Seite gelegt.” Mehrere freuen sich, dass das Heft „wesentliche Punkte unserer adventistischen Identität in Erinnerung gebracht” hat. Andere wünschen die entgegengesetzte Tendenz: „Aus meiner Sicht vertiefen diese Lesungen das selbstbezogene, narzisstische Denken in unserer Kirche.” Es gibt Stimmen, die begrüßen, „dass wir wieder an der Gebetslesung des Weltfeldes teilnehmen durften.” Andere würden „es außerordentlich begrüßen, wenn wir Deutschen zukünftig wieder den Mut hätten, (ausschließlich) eigene Lesungstexte herauszugeben.”

Inwieweit diese Wüschen und Vorschläge im Lesungsheft 2010 berücksichtigt werden, liegt in der Entscheidung der deutschen Leitung der Freikirche. Wie diese ausfällt und ob es gelingt, den verschiedenen Interessen ihrer Mitglieder zu entsprechen, wird mit Spannung erwartet.