[Chemnitz] Geldspielautomaten, (Sport-) Wetten, Poker, Roulette, Lotto-Toto und Glücksspiele im Internet haben als so genannte “Freizeitangebote” einen festen Platz in der Gesellschaft erobert. Verharmlost in der Werbung dargestellt, bleiben der Öffentlichkeit die Gefahren und negativen Folgen solchen Glücksspiel weitgehend verborgen, dabei enthalten diese Angebote ein hohes Suchtpotential, dass nicht unterschätzt werden sollte. Viele Spielsüchtige suchen in entsprechenden Beratungseinrichtungen einen Ausweg aus ihrer Abhängigkeit.
Allerdings ist für die Betroffenen der Weg in die Beratungsstelle oft mit großer Überwindung verbunden. Ihm geht meist ein hoher Leidensdruck aufgrund eines finanziellen oder familiären Desasters voraus.
Am 01. Februar 2008 startete deutschlandweit ein Projekt „Frühintervention bei pathologischem Glücksspiel“, an dem neben 16 weiteren Einrichtungen aus der gesamten Bundesrepublik auch das Suchtberatungszentrum des AWW (Advent-Wohlfahrtswerkes e.V.) in Chemnitz teilnimmt. Die Beratungsstelle des AWW ist der derzeit einzige Standort im Freistaat Sachsen.
Dieses Projekt wird drei Jahre von der DHS (Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren) über Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen der Projektmitarbeiter gefördert. Ziel dieser Kampagne ist es, der Öffentlichkeit mehr Aufklärung über die Gefahren des Glücksspiels, deren Auswirkungen und erste Anzeichen für ein problematisches Glücksspielverhalten zu vermitteln. So sollen frühzeitig Warnsignale erkannt werden, damit Betroffene oder Angehörige rechtzeitig den Kontakt zur Beratungsstelle suchen.
Ansprechpartnerin in Chemnitz ist die Mitarbeiterin der Suchtberatungsstelle Frau Stefanie Hein. (www.suchtberatung-chemnitz.de).









