4. Februar 2012

Jugendliche drehen Film über Nächstenliebe und Vergebung

[Kassel] Einen lebendigen Einblick in die Welt des Films ermöglichte eine Sommerfreizeit der Adventjugend Mittelrhein. Die 20 jugendlichen Teilnehmer schlüpften nicht nur in Schauspielrollen, sondern übernahmen Kamera, Maske, Garderobe, Ausstattung, Licht, Ton, Aufnahmeleitung, Regie und Produktion bis hin zur Klappe.

Initiiert und geleitet wurde die Freizeit von Juliane Schmidt. Die 27-jährige Kasseler Pastorin hat nach ihrem Theologiestudium mehrere Monate beim Film gearbeitet. Dort konnte sie vor allem Erfahrungen in der Aufnahmeleitung sammeln und wirkte bei mehreren Produktionen mit. Dazu zählt beispielsweise der Film „Die Welle“, den 2,5 Millionen Kinobesucher im Jahr 2008 sahen. Als Jugendpastorin kam ihr die Idee, ihr Know-how für eine Jugendfreizeit zu nutzen. Sie gewann Teilnehmer und Unterstützer für das Projekt und verfasste das Drehbuch für einen Kurzfilm „Und dann kam alles ganz anders“. Filmfachleute wirkten an den Dreharbeiten mit. Das erforderliche Equipment stellte die Kunsthochschule Kassel kostengünstig zu Verfügung.

Gedreht wurde an sieben Tagen der zweiwöchigen Freizeit. Die restliche Zeit wurden die Aufnahmen vor- und nachbereitet und über die Inhalte gesprochen, die die Jugendlichen in Szene setzten: eine Geschichte von dem Streit und der Versöhnung zweier Freunde, die durch eine Notlage wieder zueinander finden und sich dadurch bewusst werden, worauf es im Leben eigentlich ankommt. ”Viele Kleinigkeiten des Films weisen darauf hin, wie wichtig Versöhnung und Vergebung sind”, meint Juliane Schmidt dazu. “Genauso enthalten ist das Barmherzigen-Samariter-Motiv, das noch einmal die Liebe zum Nächsten betont. Darauf kommt es an.”

Nach dem Ende der Dreharbeiten wird der Film nun professionell geschnitten, nachbearbeitet und vertont. Die Premiere ist für das Frühjahr 2011 vorgesehen.