9. Februar 2012

Kein G’Camp 2008 und 2009 – Zukunft ungewiss

G’2007[Köln] Trotz stetig zunehmender Teilnehmerzahlen wird es in diesem und auch im Sommer 2009 auf dem Campus der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg kein G’Camp geben. Das Leitungsteam spricht sich in einer Mitteilung an die adventistischen Ortsgemeinden dafür aus, “inne zu halten, um für eine zukünftige Weiterentwicklung die richtigen Entscheidungen zu treffen.”

Unter dem Hauptmotto: “Die Welt lieben wie Christus!” begann im September 1994 mit 205 Dauerteilnehmern die Erfolgsgeschichte dieser Tagungen, auf denen in vielfältigen Angeboten Motivation, Inspiration und Weiterbildung vermittelt wurden. Dabei orientierten sich Initiator Pastor Bernd Rahner und sein Nachfolger Pastor Frank Waldschmidt mit ihren Teams an den nordamerikanischen Missionscamps der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Der beauftragende Charakter der Veranstaltung wurde durch das “G” (go = engl., geht = deut.) versinnbildlicht. Hochrangige Vertreter der Freikirche aus aller Welt ließen es sich in den letzten vierzehn Jahren nicht nehmen, als Redner und Referenten während der G’Camp-Tage wegweisende Impulse zu geben.

Über den geistlichen Rahmen hinaus sorgten die in lockerer Zeltplatzatmosphäre stattfindenden Begegnungen auch für das Zusammenwachsen von ost- und westdeutschen Mitgliedern der Freikirche, liegt doch Friedensau nahe bei Magdeburg, einer bis zum Mauerfall vielen Menschen fremden Gegend.

Mit mehr als 1200 Dauerteilnehmern in den letzten Jahren waren die Kapazitäten des Veranstaltungsortes erschöpft. Das anspruchsvolle Programm glich inzwischen einem “kleinen Kirchentag”, den viele Familien mit ihren Kindern als kreativen Jahresurlaub liebgewonnen hatten. Entsprechend ist bei etlichen Teilnehmern vergangener Camps, Betroffenheit und Ratlosigkeit zu verspüren. Und auch die Organisatoren sind sich bewusst, dass “viele Gemeindeglieder und Freunde diese Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis nehmen und mit gemischten Gefühlen die Entwicklung abwarten werden.” (mh)