[Weiterstadt bei Darmstadt] In einem eindringlichen Appell bittet ADRA Deutschland Geschäftsführer Erich Lischek um Hilfe für die Flutopfer in Pakistan: „Diese Katastrophe übersteigt alles, was wir bisher gesehen haben – eine Fläche so groß wie Italien steht unter Wasser.“
Für über 15 Millionen Menschen versinken die Lebensgrundlagen in den Fluten. Niemand hat diese ungewöhnlichen Niederschlagsmengen vorhergesehen. Die Wassermassen schossen mit brachialer Gewalt durch die engen Bergtäler. In den südlichen Ebenen wurden riesige Flächen vom Wasser überflutet. Eine schleichende Katastrophe, eine Naturgewalt, die alle überfordert: Die Menschen im Land, die Regierung und auch die Hilfsorganisationen.
Angesichts der Millionen Kinder, Frauen und Familien gibt es keine Alternative zur humanitären Hilfe. Die meisten Opfer sind immer noch auf sich allein gestellt. Sie kümmern sich um ihre Kranken, die Gebrechlichen und Behinderten und wissen selber nicht, wie sie sich am Leben halten sollen. Wasser, sonst die begehrte Lebensgrundlage, ist in der Hitze der Tage zu einer tödlichen Lauge geworden. Sie wird in absehbarer Zeit eine zweite Katastrophe auslösen: Infektionskrankheiten, die sich zur Epidemie ausweiten. Erste Fälle von Cholera sind bereits bekannt geworden. Geschäftsführer Lischek: „Dass Kinder an Hunger sterben, kann uns nicht tatenlos zusehen lassen.“
ADRA hat bereits fachkundige Nothelfer in das Land geschickt. Mit mobilen medizinischen Einsatzteams sorgen sie für die Versorgung der Wunden, richten Ambulanzen ein, führen Reihenimpfungen durch und sorgen für den Transport Schwerkranker in funktionierende Krankenhäuser.
Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe “ADRA Deutschland e. V.” ist eine staatlich anerkannte Nichtregierungsorganisation (NRO). Sie wurde 1986 von der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland gegründet. (Bild: Alixandra Fazzina, UNHCR)
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Stichwort: M201008 | “Flut Pakistan”









