9. Februar 2012

Zu wenige Missionare im Internet

[Bad Blankenburg, Deutschland] Das Internet entwickelt sich zu einem riesigen Missionsfeld. Allerdings nehmen nicht genügend Christen diese Chance wahr. Das hat der Leiter der Christlichen Internet-Arbeitsgemeinschaft (CINA), Joachim Stängle (Wetzlar), in einem Seminar bei der Hauptkonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg bemängelt. In den elektronischen Suchmaschinen erscheine “Religion” unter den zehn am meisten gesuchten Begriffen. Die Möglichkeit, das Internet zu Verbreitung des Glaubens zu nutzen, werde jedoch nur unzureichend wahrgenommen.

Online-Forum 2006Als ein Beispiel nannte Stängle die von der CINA und dem Missionswerk Campus für Christus (Gießen) betriebene Internetseite www.gottkennen.com. Diese habe seit Februar mehr als 80.000 Besucher registriert, von denen 9.000 die Taste “Ja, ich habe gebetet” anklickten. Mehr als 700 hätten ihre Adresse angegeben und um einen persönlichen Kontakt gebeten. Es stünden aber nur 250 ehrenamtliche Mitarbeiter als regionale Ansprechpartner bereit. Angesichts der steigenden Nachfrage würden 600 bis 800 so genannte E-Coaches (Internetseelsorger) benötigt. Dazu brauche man nur einfache Computerkenntnisse, aber ein “brennendes Herz für Jesus”.

Erstmalig hatte der christliche Verein staonline (Köln) im Februar 2006 eine Ausbildung zum i-Missionar angeboten. Von den 70 Teilnehmern haben zwischenzeitlich einige erfolgreich mit christlicher Internetarbeit begonnen.

Quellen: idea/Adventecho